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Sehr geehrte Damen und Herren,
der Februar ist die Zeit für das große Klassentreffen der Energiewirtschaft in Essen. Auf der E-world energy & water finden sich traditionell alle wichtigen Stakeholder zusammen. Auch in diesem Jahr war mein Besuch auf der Messe ein willkommener Austausch zu aktuellen Themen und Projekten der Branche.
Auf unserer Pressekonferenz zum Jahresauftakt am ersten Messetag haben wir die Rolle von Gas, Wasserstoff und Biomethan im vergangenen Jahr analysiert – und aufgezeigt, was das für 2026 bedeutet. Gas war auch 2025 der zweitwichtigste Energieträger in Deutschland und konnte seinen Anteil weiter ausbauen, während Kohle und Öl zurückgedrängt wurden. Das ist mehr als eine Momentaufnahme: Es zeigt, dass gasförmige Energieträger Versorgungssicherheit gewährleisten, Emissionen reduzieren und zugleich den Weg für klimaneutrale Moleküle bereiten.
Neben Wind und Sonne bleiben gasförmige Energieträger zentrale Stabilitätsanker der Energiewende – flexibel einsetzbar in Stromerzeugung, Industrie und Wärme. Gleichzeitig wächst der Anteil erneuerbarer und dekarbonisierter Gase kontinuierlich. Die Infrastruktur, die heute Erdgas transportiert und speichert, ist damit zugleich das Fundament für Wasserstoff und Biomethan von morgen. Alle Zahlen, Hintergründe und Einordnungen haben wir in unserer aktuellen Gasbilanz 2025 zusammengefasst. Erfahren Sie mehr dazu in der Broschüre und in unserer Pressemitteilung.
Eine Zahl, die aktuell viele beschäftigt und teilweise auch beunruhigt: Der Füllstand der deutschen Gasspeicher. Die gesetzlichen Vorgaben zum Füllstand am 1. Februar wurden zwar erreicht, und dank neuer Importterminals für verflüssigtes Erdgas gilt die Versorgung aktuell als gesichert. Dennoch sehen wir auch Herausforderungen: Um die Speicher rechtzeitig zur nächsten Heizsaison wieder effizient zu befüllen, braucht es ein tragfähiges Konzept der Bundesregierung, das Gasspeicher als echte strategische Versicherung versteht und ihre wirtschaftliche Nutzung sicherstellt. Erfahren Sie mehr dazu in unserer Pressemitteilung.
Eine weitere aktuelle Zahl unterstreicht, welches Potenzial in erneuerbaren Gasen steckt – diesmal im Verkehrssektor: 98,5 Prozent des in Deutschland getankten LNG für Lkw stammen inzwischen aus Biomethan. Damit fährt der Großteil der LNG-Lkw-Flotte nahezu klimaneutral. Der LNG-Absatz an den deutschen Tankstellen insgesamt stagniert allerdings: Ohne verlässliche und langfristig tragfähige Rahmenbedingungen droht dieser Erfolg ausgebremst zu werden. In unserer Pressemitteilung lesen Sie, was es jetzt braucht, damit sich der Einsatz von Bio-LNG im Schwerlastverkehr weiterhin durchsetzt.
Biomethan spielt aber nicht nur im Verkehr eine wichtige Rolle. Es ist ein zentraler Baustein für ein klimaneutrales Energiesystem. Jörg Selbach-Röntgen, Geschäftsführer der biogeen GmbH, erläutert in unserem Interview, welche Rolle Biomethan künftig spielen kann, wo der Markt aktuell steht und welche politischen Weichenstellungen jetzt erforderlich sind, um Produktion und Nutzung erneuerbarer Gase deutlich zu steigern.
Während das Thema Versorgungssicherheit aktuell klar im Fokus der öffentlichen Debatte steht, zeigt der Blick in unseren Newsletter, dass die Branche weiterhin an der Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem arbeitet. Neue Projekte in der Biomethanaufbereitung, technologische Fortschritte bei der Methanveredelung und grenzüberschreitende Wasserstoffvorhaben machen deutlich: Die Investitions- und Innovationsbereitschaft ist ungebrochen.
Gleichzeitig wird immer klarer, dass der Markthochlauf kein Selbstläufer ist. Europäische Elektrolysehersteller fordern bessere Rahmenbedingungen für heimische Produktionskapazitäten, und Analysen zeigen, dass der Ausbau der Elektrolyse in Deutschland hinter den ursprünglichen Planungen zurückbleibt. Die Richtung stimmt – doch Tempo und Skalierung hängen maßgeblich von verlässlichen regulatorischen Vorgaben, planbaren Förderinstrumenten und einer konsequenten industriepolitischen Flankierung ab.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre von diesen und weiteren spannenden Geschichten, die wir für Sie recherchiert und aufbereitet haben.
Es grüßt Sie herzlich
Dr. Timm Kehler Vorstand DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
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Gas verdrängt Kohle und Öl und bereitet den Weg für klimaneutrale Moleküle
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Gas war auch im Jahr 2025 der zweitwichtigste Energieträger Deutschlands mit wachsendem Anteil. Neben Sonne und Wind sind die gasförmigen Energieträger die Treiber der Energiewende und werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Auf unserer Pressekonferenz zum Auftakt der Energiemesse „E-world“ in Essen betonte unser Vorstand, dass gasförmige Energieträger weiterhin eine zentrale Rolle für unser Energiesystem spielen.
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Die Wiederbefüllung der Gasspeicher wird ohne neuen Regulierungsrahmen zu einer sehr großen Herausforderung
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In einer Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie hat sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gegenüber den Abgeordneten des Bundestags zur aktuellen Versorgungslage geäußert. Im Mittelpunkt steht dabei der historisch niedrige Füllstand der deutschen Gasspeicher. Dazu äußerte sich unser Vorstand Timm Kehler.
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Niedrige Füllstände: Befüllung der Gasspeicher zur nächsten Heizsaison wird zur Herausforderung
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Am 1. Februar 2026 müssen die Gasspeicher in Deutschland einen Füllstand von 30 Prozent aufweisen. Diese gesetzliche Vorgabe wurde erreicht, allerdings wird bis zum Ende der Heizperiode ein weiteres Absinken erwartet. Für den Winter 2026/2027 sehen wir daher große Herausforderungen.
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98,5 Prozent Biomethan – Deutschlands LNG-Lkw tanken nahezu vollständig klimaneutral
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Fast 100 Prozent des in Deutschland verkauften LNG für Lkw ist inzwischen Bio-LNG – ein entscheidender Schritt für eine nahezu klimaneutrale Mobilität im schweren Verkehr. Trotz dieser starken Nachfrage bremsen unzureichende politische Rahmenbedingungen den weiteren Markthochlauf dieses erneuerbaren Kraftstoffs.
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Elektrolysehersteller fordern bessere Marktbedingungen
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In einem gemeinsamen Manifest warnt eine Allianz aus sechs europäischen Elektrolyseurherstellern vor mangelnder Unterstützung für heimische Produktionskapazitäten im Wasserstoffhochlauf. Ohne stärkere Nachfrageimpulse, klarere regulatorische Rahmenbedingungen und gezielte industriepolitische Maßnahmen drohten die europäischen Ausbauziele ins Hintertreffen zu geraten, heißt es in dem Papier.
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ETW Energietechnik erhält Auftrag für Biomethananlage der Berliner Stadtreinigungsbetriebe
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ETW Energietechnik hat einen Auftrag der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) für die Errichtung einer Anlage zur Biomethanaufbereitung erhalten. Die gemeinsam mit dem Planungsbüro Rytec GmbH entwickelte Anlage soll künftig Deponiegas zu Biomethan veredeln und damit bislang ungenutzte Energiepotenziale erschließen.
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Integration von Biomethan: Gutachtliche Stellungnahme zur Umsetzung der EU-Gas-RL
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Ein im Januar veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass der aktuelle Ansatz zur Umsetzung der EU-Gasbinnenmarktrichtlinie (EU-Gas-RL) in deutsches Recht die europäischen Anforderungen zwar erfüllt, in mehreren Punkten aber Nachbesserungsbedarf bestehe. Beauftragt wurde die Untersuchung unter anderem von biogeen.
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Neues Verfahren zur Methanaufbereitung erfolgreich erprobt
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Forschende der Universität Stuttgart haben ein neuartiges Verfahren zur Aufbereitung von Rohbiogas zu Methan entwickelt und unter Praxisbedingungen getestet. Das Projekt wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert. Ziel ist es, Biogas effizienter zu hochwertigem Biomethan aufzubereiten und so zusätzliche Potenziale für die Einspeisung ins Gasnetz zu erschließen.
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Grenzüberschreitendes Wasserstoffprojekt „H2 cross border“ legt zu
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Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt „H2 cross border“ konnte bis Januar 2026 seine transportierten Mengen an Wasserstoff deutlich steigern. So habe sich die transportierte Menge mit 630 MWh gegenüber September 2024 nahezu versechsfacht, teilt der Betreiber des Projektes RAG Austria mit. Gleichzeitig werde deutlich, dass der Markthochlauf weiterhin durch regulatorische Voraussetzungen gebremst wird.
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Absichtserklärung für grünen Ammoniakkorridor zwischen Saudi-Arabien und Deutschland
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ACWA Power, ein saudischer Kraftwerksentwickler und Wasserstoffspezialist, hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam mit deutschen Partnern eine Lieferkette für grünes Ammoniak aufzubauen. Ziel der Projektbeteiligten ist es, einen Korridor für grünes Ammoniak vom ACWA-Projekt im saudischen Yanbu zum Rostocker Hafen aufzubauen.
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Sunfire erhält Großauftrag für Elektrolyseur in Spanien
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Der Elektrolyseur-Hersteller Sunfire soll zwei 100-MW-Anlagen für die Produktion von grünem Wasserstoff nach Spanien liefern. Eine der Anlagen soll zu einem Industriekomplex von Repsol, Spaniens größtem Wasserstoffproduzenten, nach Cartagena geliefert werden. Die andere Anlage soll in der Petronor-Raffinerie in Muskiz (Bilbao) zum Einsatz kommen.
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Verkehrsministerium fördert klimafreundlichen Schwerlastverkehr
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Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat Ende Januar einen Förderaufruf für den Aufbau eines initialen Netzes zur Betankung schwerer Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff in Deutschland gestartet. Für diese Maßnahme stellt das BMV insgesamt 220 Millionen Euro bereit und wird damit den Aufbau von bis zu 40 Tankstellen fördern und damit bis zu 400 Wasserstoff-Lkw auf die Straße bringen.
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Nordseegipfel beschließt Abkommen zur Investition in Offshore-Windkapazitäten
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Beim dritten Nordseegipfel 2026 der Stadt Hamburg kamen Regierungsvertreter der Nordseeanrainerstaaten, Vertreter der Offshore-Windindustrie sowie Übertragungsnetzbetreiber der Strom- und Wasserstoffnetze zusammen. Auf dem Gipfel unterzeichneten die beteiligten Unternehmen einen Investitionspakt, mit dem sie sich zum Ausbau der Offshore-Windenergie bekannten. Wasserstoff soll dabei als ergänzender Energieträger dort eingesetzt werden, wo er kosteneffizient genutzt werden kann.
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Marktabfrage für grenzüberschreitenden Wasserstoffkorridor im Baltikum
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Die Projektpartner um den Nordic-Baltic Hydrogen Corridor (NBHC) haben eine Marktabfrage für das Projekt gestartet. Mit dieser Abfrage möchten die Projektbeteiligten frühzeitig unverbindliche Marktrückmeldungen einholen, um laufende Machbarkeitsstudien zu bestätigen und Stakeholdern die Chance zu bieten, den weiteren Verlauf des Projekts aktiv mitzugestalten.
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EWI-Analyse: Elektrolysehochlauf in Deutschland kommt langsamer voran als geplant
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Der Ausbau der Elektrolysekapazitäten in Deutschland verlaufe deutlich schleppender als vorgesehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), die auf einer Auswertung der institutseigenen Elektrolysedatenbank basiert.
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04. bis 06.03.2026 HYPE-Hydrogen Power Expo Rimini
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04. bis 06.05.26 Berliner Energietage Berlin
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19. - 21.05.26 Flame Conference Amsterdam
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10. - 11.06.26 BDEW Kongress 2026 Berlin
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Gasbilanz 2025: Aktuelle Daten zu Gas in unserem Energiesystem
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Wie hat sich der Gasmarkt im vergangenen Jahr entwickelt? Welche Trends prägen Verbrauch, Aufkommen und Struktur der Versorgung? Die aktuelle Gasbilanz liefert die zentralen Kennzahlen und bietet eine fundierte Einordnung der Marktentwicklung – kompakt, faktenbasiert und als verlässliche Grundlage für Debatten zur Energieversorgung und zur weiteren Transformation des Energiesystems.
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Webinarreihe: CCS-Akzeptanz im Fokus
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CCS ist ein wichtiger Baustein für ein funktionierendes Carbon Management. Neben der technischen Umsetzung spielt auch die gesellschaftliche Akzeptanz eine Rolle für Planung und Realisierung von CO₂-Abscheidung, -Transport und -Speicherung. Unsere Webinarreihe stellt internationale Praxisbeispiele vor. Die Aufzeichnungen aller bisherigen Veranstaltungen sind auf YouTube verfügbar.
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© 2026 DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. Impressum: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V., Neustädtische Kirchstraße 8, 10117 Berlin Tel: +49 30 4606015-0
Redaktion: Dr. Timm Kehler (V.i.S.d.P.), Charlie Grüneberg, Selina Stolzenbach
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