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Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit etwas mehr als 100 Tagen ist die Merz-Regierung nun im Amt – Ein guter Zeitpunkt für eine erste Zwischenbilanz: Welche Impulse hat die neue Bundesregierung gesetzt, wo bleiben zentrale Fragen offen? Für die Gas- und Wasserstoffwirtschaft lässt sich sagen: Die Richtung stimmt, doch der Weg ist noch nicht klar genug ausgeleuchtet. Zwar senden Haushalt und Deutschlandfonds positive Signale, doch ohne konkrete Förderinstrumente und vor allem ohne klare Ausschreibungsmodalitäten für neue Gaskraftwerke droht der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ins Stocken zu geraten. Diese Kraftwerke sind das Rückgrat, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und zugleich eine Brücke in eine treibhausgasneutrale Energiezukunft zu schlagen. Unsere ausführliches Fazit zu den ersten hundert Tagen der Bundesregierung lesen Sie in unserer Pressemitteilung.
Gleichzeitig zeigt sich, dass unsere Branche längst liefert – während die Politik noch nach dem passenden Rahmen sucht. Ein Beispiel ist der Schwerlastverkehr: Bio-LNG hat fossiles LNG nahezu vollständig verdrängt, 98 Prozent des Absatzes stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Das ist ein Meilenstein, der deutlich macht, wie schnell klimafreundliche Lösungen Fuß fassen können. Doch ohne steuerliche Entlastungen oder eine faire Mautregelung bleibt dieser Erfolg gefährdet. Ähnlich verhält es sich mit dem Kabinettsbeschluss zur CO₂-Speicherung: Endlich entsteht ein Regelwerk, das Investitionen in Speicher und Transportnetze ermöglicht. Entscheidend ist nun, dass diesem Beschluss auch eine konsequente politische Flankierung folgt – mit Tempo, Technologieoffenheit und einem klaren Bekenntnis zur gesellschaftlichen Akzeptanz.
Auch abseits der großen politischen Weichenstellungen geht die Transformation spürbar voran. Landesstrategien wie in Sachsen, die Analysen des Nationalen Wasserstoffrats oder konkrete Projekte wie die iKWK-Anlage in Gotha und die Umrüstung des Hamburger Gasnetzes zeigen, dass Wissenschaft, Unternehmen und Regionen aktiv den Wandel gestalten. Infrastruktur bleibt dabei das verbindende Element: Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für CO₂-Pipelineprojekte gegeben, und mit dem 100. LNG-Carrier in Wilhelmshaven wurde ein weiteres Kapitel in der Versorgungssicherheit geschrieben. Internationale Kooperationen – etwa die Lizenzvergabe von CYTOK nach Japan – unterstreichen zudem das Exportpotenzial deutscher Technologien.
All diese Entwicklungen führen zu einer klaren Erkenntnis: Technologien, Konzepte und Projekte sind vorhanden, sie werden umgesetzt und zeigen Wirkung. Doch nur mit verlässlichen politischen Rahmenbedingungen können diese Fortschritte zu einem stabilen Markt werden. Die Richtung ist vorgegeben, nun braucht es Klarheit, Verlässlichkeit und Tempo. Daran wird sich die Bundesregierung nicht nur nach 100 Tagen, sondern während der gesamten Amtszeit messen lassen müssen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre von diesen und weiteren spannenden Geschichten, die wir für Sie recherchiert und aufbereitet haben.
Es grüßt Sie herzlich
Dr. Timm Kehler Vorstand DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
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100 Tage neue Regierung: Positive Impulse – aber Klartext bei Gaskraftwerks-Ausschreibungen nötig
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Nach 100 Tagen der neuen Bundesregierung begrüßen wir die Ankündigungen im Bundeshaushalt und Maßnahmen wie den Deutschlandfonds. Doch ohne konkrete Förderinstrumente und klare Ausschreibungsmodalitäten für neue Gaskraftwerke geraten der Wasserstoffhochlauf und der Aufbau eines CO2-Marktes ins Stocken.
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Nachhaltiger Kraftstoff für schwere Lkw - Bio-LNG kommt voran, trotz politischer Hürden
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Bio-LNG, also verflüssigtes Biogas, hat fossiles LNG im Schwerlastverkehr nahezu vollständig verdrängt: 98 Prozent des gesamten LNG-Absatzes an deutschen Tankstellen stammen im ersten Halbjahr 2025 aus erneuerbaren Quellen. Der klimafreundliche Kraftstoff dominiert damit den Markt – ein Meilenstein für die Energiewende im Transportsektor.
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CO₂-Speicherung: Kabinettsbeschluss muss rasche Umsetzung folgen
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Wir begrüßen den heutigen Kabinettsbeschluss zur Änderung des KSpG und des EnWG. Beide Vorhaben setzen wichtige Signale für den Industriestandort Deutschland und die Umsetzung der Klimaziele. Entscheidend ist nun eine zügige, technologieoffene Umsetzung mit klaren Rahmenbedingungen für Infrastruktur, Investitionen und gesellschaftliche Akzeptanz.
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Zweiter Untersuchungsbericht zur sächsischen Wasserstoffstrategie vorgestellt
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Sachsens Energie- und Wirtschaftsminister Dirk Panter hat im Kabinett den zweiten Umsetzungsbericht zur sächsischen Wasserstoffstrategie vorgestellt. Der Bericht stellt heraus, dass bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen oder erfolgreich umgesetzt worden seien, seit der ersten Vorstellung der Strategie im Januar 2022.
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Nationaler Wasserstoffrat legt Überblick zu Wasserstofftechnologien vor
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Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hat ein neues Informations- und Grundlagenpapier veröffentlicht, das die technologischen Herausforderungen und Forschungsbedarfe entlang der Wertschöpfungskette von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff sowie seinen Derivaten systematisch analysiert.
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Gothaer Stadtwerke ENERGIE nehmen iKWK-Anlage in Betrieb
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Die Gothaer Stadtwerke ENERGIE haben eine neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK-Anlage) am Heizkraftwerk Ost in Gotha-Siebleben im Beisein geladener Gäste feierlich in Betrieb genommen. Die Anlage verbindet mit Blockheizkraftwerk (BHKW), Luft-Wärme-Pumpe und Power-to-Heat drei Technologien: Damit markiert sie einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Wärmeversorgung für Gotha – effizient, wirtschaftlich und regional erzeugt.
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Greenlyte und MB Energy vereinbaren Abnahme von E-Methanol
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Unser H2 Start-up Cluster Mitglied Greenlyte Carbon Technologies und MG Energy haben eine Absichtserkärung Term Sheet unterzeichnet, das für die Kooperation der beiden Unternehmen wegweisend sein dürfte. Die Vereinbarung regelt die Abnahme von E-Methanol aus der Produktion von Greenlyte in Evoniks Chemiepark Marl. Zudem umfasst sie weitere Abnahmeabsichten für zukünftige Projekte.
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Rostock: Förderung des Wasserstoffprojekts „FormaPort“
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Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, hat am Rande der Hanse Sail in Rostock einen Fördermittelbescheid über rund 2,8 Mio. Euro für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „FormaPort“ überreicht. Auf dem Gelände des Leibniz-Instituts für Katalyse e. V. (LIKAT) informierte sich der Minister zudem über aktuelle Arbeiten zur chemischen Speicherung von Wasserstoff.
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Wie eine Erdgasleitung im Hamburger Energienetz wasserstofffähig wird
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Der Aufbau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes ("HH-WIN") schreitet zügig voran. Nach dem Betriebsstart der Leitungsabschnitte südlich der Elbe im Jahr 2027 soll hier grüner Wasserstoff die Süderelbe queren. Deshalb reinigen und prüfen die Hamburger Energienetze, städtischer Betreiber des Gasnetzes in der Hansestadt, in der Nähe der Kattwykbrücke eine bestehende Erdgasleitung.
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Bundeskartellamt ohne wettbewerblichen Bedenken gegen CO₂-Pipelineprojekte
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Das Bundeskartellamt hat gestern sein kartellrechtliches Einverständnis zu zwei CO2-Pipelineprojekten gegeben. Diese werden von unseren unseren Verbandsmitgliedern Open Grid Europe (OGE) und Ontras Gastransport gemeinsam mit dem belgischen Unternehmen Fluxys realisiert.
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Die japanische GPSS Engineering Inc. sichert sich Exklusivlizenz von CYTOK Power-to-Gas-Anlagen
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Die CYTOK GmbH aus Rostock, Mitglied in unserem H2 Start-up Cluster, hat mit der GPSS Engineering Inc. (Japan), einer Tochter-Gesellschaft der GPSS Group, einen exklusiven Lizenzvertrag geschlossen. Damit erhält GPSS das alleinige Nutzungsrecht für die patentierte Power-to-Gas Technologie von CYTOK in Japan und Taiwan. Ziel ist der Markteintritt in Japan sowie die gemeinsame Erschließung neuer Märkte im asiatischen Raum.
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100. LNG-Carrier erreicht LNG-Terminal Wilhelmshaven 01
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Ende Juli 2025 ist der 100. LNG-Carrier am LNG-Terminal Wilhelmshaven 01 angelandet. Die Ankunft der „Venture Gator“ am Voslapper Groden markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein seit Inbetriebnahme des ersten schwimmenden LNG-Terminals in Deutschland Ende 2022. Die Fracht aller 100 LNG-Tanker umfasste nach Regasifizierung rund 100 TWH Erdgas.
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Biomethan – in Europa gefördert, in Deutschland ausgebremst
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Mit 21 Neuanlagen war der in Deutschland verzeichnete Zubau an Biogas-Einspeiseanlagen 2024 so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Insgesamt stehen damit 272 Biogas-Einspeiseanlagen in Deutschland. Dieser Anstieg sei jedoch marginal im Vergleich zu den enormen Anstrengungen, die im restlichen Europa unternommen werden, sagt Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas
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Dritte Wasserstoff-Auktion nun auch für kohlenstoffarmen Wasserstoff
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Die Europäische Kommission hat den Entwurf der Geschäftsbedingungen (Terms & Conditions) für die dritte Auktionsrunde der European Hydrogen Bank (EHB) veröffentlicht. Bis Mitte September haben interessierte Parteien die Möglichkeit, ihre Anmerkungen dazu einzureichen. Der Entwurf ist auf der Website der Generaldirektion für Klimapolitik (Directorate-General for Climate Action) abrufbar.
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Wasserstoff-Startnetz in Österreich: 3,5 Mrd. Euro an Investition nötig
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Vor 60 Jahren wurde damit begonnen, ein flächendeckendes Gasnetz in Österreich zu bauen. Das bestehende Gasnetz hat einen Wert von etwa 15 Milliarden Euro. Dieses Netz könne künftig für den Transport von sauberem Wasserstoff genützt werden. Österreich steht damit vor der größten Transformation der Gas-Infrastruktur der vergangenen Jahrzehnte.
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Der nächste Leitungsabschnitt der SEL zwischen Heidelberg und Heilbronn
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Seit Frühjahr 2025 laufen die Vorbereitungen für die Bauarbeiten des dritten SEL-Abschnitts von Heidelberg-Grenzhof bis nach Heilbronn. Nach bauvorbereitenvden Maßnahmen startet terranets bw Anfang August mit dem Bau. Der Abschnitt soll Ende 2026 in Heidelberg und Heilbronn an das Bestandsnetz angeschlossen werden und Gas transportieren.
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01. - 02.09.25 Hy.Summit.Rhein.Ruhr 2025 Duisburg & Bochum
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09. - 12.09.25 Gastech Exhibition & Conference 2025 Mailand, Italien
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11.09.25 Webinar: »Bye Bye, CO₂: Anwendungsfelder für CCU/S« Digital
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15.09.25
Webinar: «Hybride Heizlösung: Gas trifft Wärmepumpe»
Digital
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16.09.25
Webinar: «Wasserstoff-Start-ups im Fokus» Digital
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16.09.25
Handelsblatt Jahrestagung Gas 2025 Berlin
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24. - 25.09.25
DVGW Kongress 2025 Bonn
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30.09. - 01.10.25
VKU - Stadtwerkekongress 2025 Mainz
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Jetzt online: Die neue Ausgabe von „g – Das Gasmagazin“
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Vom Speicherausbau über den Netzwandel bis zur Anwendung in der Industrie – die neue Ausgabe von g zeigt, wie Wasserstoffprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereits heute Realität werden. Ob Mobilität, Infrastruktur oder Produktion: Die Praxisberichte machen deutlich, wo der Hochlauf Fahrt aufnimmt – und wo noch politische Impulse gefragt sind.
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Neue Webinarreihe: Start-ups im Fokus
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Mit unserer neuen Webinarreihe "Wasserstoff Start-ups im Fokus wollen wir verstärkt junge Unternehmen in den Blick nehmen.Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, braucht es innovative Ideen und Technologien. So spielen Start-ups beispielsweise bei der Entwicklung nachhaltiger Wasserstofflösungen eine entscheidende Rolle.
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© 2025 DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. Impressum: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V., Neustädtische Kirchstraße 8, 10117 Berlin Tel: +49 30 4606015-0
Redaktion: Dr. Timm Kehler (V.i.S.d.P.), Charlie Grüneberg, Selina Stolzenbach
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