| |
| |
Guest,
Die Tage werden kürzer, die politischen Debatten dafür intensiver: Während sich das Jahr dem Ende neigt, stehen die letzten Sitzungswochen des Bundestags an. Mit unserer Veranstaltung „Mehr Resilienz, mehr Markt – neue Gase als Treiber für eine starke Wirtschaft“ setzen wir bewusst einen energiepolitischen Akzent. Was wir für ein resilientes Energiesystem gemeinsam fordern, erfahren Sie in unserer Pressemitteilung. Politisch gesehen ist zuletzt vieles in Bewegung geraten – aber nicht immer in eine Richtung, die Transformation, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ausreichend verbindet.
Mit dem vorliegenden Gasbinnenmarktpaket droht statt Transformation eine schlichte Stilllegung: Wenn bestehende Gasinfrastrukturen nicht verlässlich in die Zukunft geführt werden können, verlieren wir wertvolle Zeit beim Übergang zu neuen Gasen wie Wasserstoff oder Biomethan. Unser Appell an die Politik ist klar: Deutschland braucht Technologieoffenheit, Investitionssicherheit und Mut zur Weiterentwicklung – nicht neue Hürden. Eine detailliertere Einschätzung lesen Sie in unserer Pressemitteilung und unserer Stellungnahme.
Nach dem Gasbinnenmarktpaket steht mit der Kraftwerksstrategie ein weiterer zentraler Baustein der Energiewende auf der politischen Agenda. Nach langem Warten hat die Bundesregierung diesen Monat die Kraftwerksstrategie vorgelegt. Zehn Gigawatt neuer Kapazitäten sind ein Anfang, doch viele Fragen bleiben unbeantwortet. Investoren stochern weiterhin im Nebel – und ohne klare Rahmenbedingungen wird kein einziges neues, wasserstofffähiges Kraftwerk entstehen. Für die Versorgungssicherheit in einem erneuerbaren Energiesystem ist das jedoch unverzichtbar. Mehr dazu, erfahren Sie in unserer Pressemitteilung.
Während damit der Stromsektor im Fokus steht, bleibt auch die Wärmepolitik ein entscheidender Hebel der Transformation. Das Gebäudeenergiegesetz braucht dringend eine Kurskorrektur, denn in seiner aktuellen Form schafft es weder Vertrauen noch die notwendige Praxisnähe. In unserem Positionspapier haben wir fünf Ansätze für ein GEG 3.0 formuliert und fordern echte Technologieoffenheit – damit alle verfügbaren Lösungen ihren Beitrag leisten können. Die detaillierten Vorschläge lesen Sie in unserer Pressemitteilung und unserem Positionspapier.
Gleichzeitig sehen wir Bewegung in einem weiteren zentralen Bereich der Klimapolitik: Carbon Management und Wasserstoffinfrastruktur. Für CCS und die Wasserstoffinfrastruktur wurden wiederum wichtige Schritte eingeleitet – ein klares Zeichen, dass die Molekülwende politisch angekommen ist. Ohne CO₂-Abscheidung und -Speicherung werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen. Deshalb unterstützen wir diese Entwicklung ausdrücklich und werben für ein zügiges Vorantreiben von Genehmigungen, Infrastrukturplanung und Investitionsanreizen.
Wie groß die Dynamik in unserer Branche ist, zeigen zahlreiche Projekte in Deutschland und Europa. Das Start-up Greenlyte hat in Duisburg seine erste Anlage zur Produktion synthetischen Erdgases eröffnet und verbindet damit SNG-Erzeugung mit direkter CO₂-Abscheidung aus der Luft. In Putlitz wurde die Gasversorgung vollständig auf Biomethan umgestellt – ein starkes Signal für regionale Klimastrategien.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre von diesen und weiteren spannenden Geschichten, die wir für Sie recherchiert und aufbereitet haben.
Es grüßt Sie herzlich
Dr. Timm Kehler Vorstand DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
| |
| |
| |
| Für mehr Resilienz im Energiesystem: Energieverbände fordern Beschleunigung der Kraftwerksstrategie, Technologieoffenheit und pragmatisches GEG
| | Geneinsam mit den Verbänden BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches fordern wir im Rahmen ihres Gemeinschaftsprojekts Transformationspfad Neue Gase klare Markt-Signale und einen verlässlichen regulatorischen Rahmen für Wasserstoff und seine Derivate sowie Biomethan. | | | |
| |
| Statt Transformation droht Stilllegung - Gasbinnenmarktpaket verhindert Übergang zu neuen Gasen
| | Das Gasbinnenmarktpaket in seinem aktuellen deutschen Ausgestaltungsentwurf führt aus unserer Sicht zu erheblichen Fehlsteuerungen. Die geplanten Regelungen würden den Markthochlauf neuer Gase verhindern und so auf die Stilllegung bestehender Gasnetze hinauslaufen. | | | |
| |
| Kehler: „Zehn Gigawatt sind ein Anfang bei der Kraftwerksstrategie, doch Investoren stochern weiter im Nebel.“
| | Die Spitzen der Regierungskoalition haben sich im gestrigen Koalitionsausschuss auf Anpassungen an der Kraftwerksstrategie geeinigt. Wir verbinden mit dem Beschluss die Hoffnung, dass endlich Klarheit über die Ausschreibungsmodalitäten entsteht und die dringend benötigten Investitionen anrollen können. | | | |
| |
| Reform des Gebäudeenergiegesetzes: Gas- und Wasserstoffwirtschaft fordert echte Technologieoffenheit
| | Das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat sein Ziel verfehlt. Statt spürbarer Fortschritte in der Wärmewende führt das Gesetz zu einer Rezession im Markt: Statt der 1,2 Millionen Installationen, die nötig wären, um die Wärmewende auf Kurs zu halten, erwartet die Branche in diesem Jahr lediglich rund 650.000 neue Heizungen. | | | |
| |
| Molekülwende im Fokus: Bundestag unternimmt wichtige Schritte für CCS und Wasserstoff
| | Der Bundestag hat die Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG) beschlossen und in erster Lesung das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz (WassBG) behandelt. Der Bundesrat muss sich zu beiden Gesetzen noch äußern, Widerstand ist aber nicht zu erwarten. Schon jetzt sehen wir wegweisende Schritte für die Rolle von Molekülen in der Energiewende. | | | |
| |
| Greenlyte eröffnet Produktionsanlage für synthetisches Gas
| | Das Essener Start-up und Mitglied unseres Start-up Clusters Greenlyte Carbon Technologies hat in Duisburg seine erste Anlage zur Produktion von synthetischem Erdgas (SNG) in Betrieb genommen. Auf Basis der sogenannten Liquid-Solar-Technologie soll die Anlage jährlich fünf Tonnen SNG erzeugen und rund 40 Tonnen CO₂ aus der Umgebungsluft abscheiden. Darüber hinaus kann sie Kraftstoffe erzeugen. | | | |
| |
| EMB stellt Gasversorgung in Putlitz auf 100 Prozent Biomethan um
| | Das Gasnetz in der brandenburgischen Stadt Putlitz, betrieben vom Verbandsmitglied EMB Energie Brandenburg, wird erstmals vollständig mit Biomethan betrieben. Das Biomethan stammt aus der Biogasproduktion Putlitz, einer Anlage der DAH Gruppe. Möglich wird dieser Schritt, da die Anlage an das Gasnetz der EMB angeschlossen wurde. Ab 2027/2028 soll die Anlage bis zu 9,6 Millionen Kubikmeter Biomethan einspeisen. | | | |
| |
| Antrags- und Genehmigungsplattform zum Aufbau des Wasserstoffkernnetzes gestartet
| | Das Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) hat eine digitale Antrags- und Genehmigungsplattform für das Wasserstoff-Kernnetz vorgestellt. Wie das BMDS mitteilte, können Pilot-Wasserstoff-Kernnetzbetreiber darüber nun ihre Genehmigungsanträge stellen, so dass teilnehmende Behörden diese komplett digital bearbeiten. | | | |
| |
| Fraunhofer Monitoring: Deutschland führend im jungen Brennstoffzellenmarkt
| | Zum Abschluss des Projekts H2Go hat das Fraunhofer ISI ein aktualisiertes Monitoring zur Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie in Deutschland vorgelegt. Die Untersuchung zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich zu den führenden Standorten für Forschung und Entwicklung zählt, insbesondere bei Patenten für Brennstoffzellentechnologien. | | | |
| |
| BASF und ExxonMobil entwickeln Methanpyrolyse für emissionsarmen Wasserstoff weiter
| | BASF und ExxonMobil haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um die Methanpyrolyse-Technologie weiterzuentwickeln. Ziel ist es, emissionsarme Wasserstofflösungen für industrielle Prozesse noch effizienter und kostengünstiger zu entwickeln. Neben der Weiterentwicklung soll auch eine Demonstrationsanlage errichtet werden. | | | |
| |
| Wasserstoff für Thüringen – Netzbetreiber stellen aktuellen Stand vor
| | Die Netzbetreiber GASCADE Gastransport (Verbandsmitglied), Ferngas und Thüringer Energienetze (TEN) haben in einer zweiten Wasserstoff-Konferenz den aktuellen Stand der Umstellung des Thüringer Energienetzes auf Wasserstoff vorgestellt. Bereits im März 2024 hatten die Netzbetreiber eine Grundsatzvereinbarung dazu geschlossen. | | | |
| |
| Deutsch Finnische Kooperation stärkt europäischen Wasserstoffmarkt
| | Deutschland und Finnland intensivieren ihre Zusammenarbeit im Wasserstoffsektor und stärken damit ihre Position auf dem europäischen Markt. Im Mittelpunkt steht die Inbetriebnahme der ersten industriellen Anlage für grünen Wasserstoff im finnischen Harjavalta, gebaut vom finnischen P2X Solutions Oy. Herzstück der Anlage ist ein 20-Megawatt-Elektrolyseur des deutschen Herstellers Sunfire SE aus Dresden. | | | |
| |
| Deutschland und Tschechien stärken Zusammenarbeit bei Wasserstoffinfrastruktur
| | Deutschland und Tschechien möchten ihre bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoffinfrastruktur deutlich verstärken und so den Ausbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffinfrastruktur voranbringen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragen der Wasserstoff-Netzintegration bearbeiten. | | | |
| |
| OMV und Masdar unterzeichnen Vereinbarung zu Entwicklung und Betrieb von 140-MW Elektrolyseanlage in Österreich
| | OMV und das Energieunternehmen Masdar haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet, das Finanzierung, Errichtung und Betrieb einer 140-MW-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha übernehmen wird. Das Projekt zählt zu den größten seiner Art in Europa und soll einen wesentlichen Baustein für den Dekarbonisierungspfad der OMV-Raffinerie in Schwechat bilden. | | | |
| |
| EU-Kommission stellt Investitionsplan für klimaneutrale Verkehrsträger vor
| | Mit einem umfassenden Verkehrspaket hat die Europäische Kommission Anfang November neue Weichen für die klimaneutrale Mobilität in Europa gestellt. Kern des Maßnahmenbündels ist der Sustainable Transport Investment Plan (STIP), der Investitionen in erneuerbare und CO₂-arme Kraftstoffe für eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Wirtschaft insbesondere für die Luft- und Schifffahrt gezielt fördern soll. | | | |
| |
| Energie-Terminal "Deutsche Ostsee" mit Höchstwert bei Einspeiseleistung
| | Zu Beginn der Heizsaison 2025/2026 hat das Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“, das vom Verbandsmitglied Deutsche ReGas betrieben wird, einen neuen Höchstwert bei den monatlichen Gaslieferungen erzielt. So konnten im Oktober 4,1 Terawattstunden Erdgas über das Terminal in das deutsche Gasfernleitungsnetz eingespeist werden. Damit war es das am stärksten ausgelastete LNG-Terminal in Deutschland. | | | |
| |
| Rheinmetall entwickelt modulare Anlagen für synthetische Kraftstoffe
| | Die Rheinmetall AG hat gemeinsam mit mehreren Partnerunternehmen ein Konzept zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, europäische Streitkräfte in die Lage zu versetzen, synthetische Kraftstoffe eigenständig herzustellen. Das Projekt sieht vor, gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ein europaweites Netzwerk aus mehreren hundert modularen E-Fuel-Produktionsanlagen zu errichten. | | | |
| |
| Spatenstich für werkseigene Biomethananlage bei Südzucker
| | Mit einem feierlichen Spatenstich hat die Südzucker AG den Bau ihres neuen Bio Energy Hub im Chemie- und Industriepark Zeitz-Tröglitz (Sachsen-Anhalt) begonnen. Ab Herbst 2027 soll dort eine moderne Biomethananlage in Betrieb gehen, die Reststoffe aus der Zuckerproduktion energetisch nutzt. Ziel ist die schrittweise Umstellung des Standortes von fossilen auf erneuerbare Energiequellen. | | | |
| |
| Siemens und atmen kooperieren für leichtere Zertifizierung von PtX-Projekten
| | Dass Power-to-X- und Wasserstoff-Projekte mit der geltenden Regulatorik konform sind, ist auf dem Weg zu Net-Zero unausweichlich. Vor diesem Hintergrund haben Siemens und das Münchener Technologie-Startup atmen eine globale strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist das Zusammenführen der digitalen Tools für Anlagen- und Lieferkettenplanung von Siemens mit der Zertifizierungssoftware von atmen. | | | |
| |
| |
| |
| |
| Rolande eröffnet neue Bio-LNG-Tankstelle im bayerischen Großmehring
| | Mit der Inbetriebnahme einer neuen Bio-LNG-Tankstelle in Großmehring bei Ingolstadt setzt der niederländische Anbieter und Verbandsmitglied Rolande den Ausbau seines Tankstellennetzes in Deutschland fort. Der Standort an der Autobahn A9 zählt zu den zentralen Nord-Süd-Achsen des europäischen Güterverkehrs und soll die Versorgung von Speditionen mit klimafreundlichem Kraftstoff verbessern. | | | |
| |
| DET vermarktet Regasifizierungskapazitäten am Terminal Brunsbüttel
| | In einer Vermarktungsrunde Ende Oktober 2025 hat die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) alle angebotenen Regasifizierungskapazitäten am Terminal Brunsbüttel für einen Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Mai 2026 erfolgreich vermarktet. Insgesamt wurden 58 Mio. MMBtu (Millionen British Thermal Units), etwa 16 Slots, erfolgreich allokiert. Die Auktion erzielte einen Durchschnittlichen Preis von 0,66€/MMBtu
| | | |
| |
| EU fördert den Baltic Sea Hydrogen Collector
| | Die Gasfernleitungsnetzbetreiber Gascade und Gasgrid Finland sowie der Fundsmanager Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) realisieren derzeit das Projekt „Baltic Sea Hydrogen Collector“ (BHC). Wie das Konsortium bekannt gab, wird die Vorprojektplanung (Pre-FEED-Phase) von der Europäischen Kommission mit einem Zuschuss in Höhe von 15,3 Millionen Euro aus dem Programm Connecting Europe Facility (CEF) unterstützt.
| | | |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
02.12.25 Webinar CCS-Akzeptanz: CO2-Transportlösungen im Fokus Berlin
| |
| |
03.12.25 Technikforum Carbon Management Digital
| |
| |
27. bis 29.1.26 Handelsblatt Energie Gipfel Berlin
| |
| |
10. bis 12.2.26 E-World Essen
| |
| |
19.02.26 HY.SUMMIT.Rhein.Ruhr Hamm
| |
| |
10. und 11.06.26 BDEW Kongress 2026 Berlin
| |
| |
| Jetzt lesen: Die aktuelle Ausgabe von „g – Das Gasmagazin“ | Vom Speicherausbau über den Netzwandel bis zur Anwendung in der Industrie – die neue Ausgabe von g zeigt, wie Wasserstoffprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereits heute Realität werden. Ob Mobilität, Infrastruktur oder Produktion: Die Praxisberichte machen deutlich, wo der Hochlauf Fahrt aufnimmt – und wo noch politische Impulse gefragt sind.
| | | Neustart fürs GEG: Fünf Ansätze für ein Gebäudeenergiegesetz 3.0 | | Die aktuelle Regelung ist zu komplex, zu teuer – und verfehlt ihr Ziel, die Wärmewende im Gebäudesektor voranzubringen. In unserem Positionspapier zeigen wir fünf Ansätze für ein "GEG 3.0" auf. Ziel ist ein pragmatisches, bezahlbares und sozial ausgewogenes Regelwerk, das Vertrauen zurückgewinnt und Klimaschutz im Gebäudebestand wirksam ermöglicht. | | | |
| |
| |
| |
© 2025 DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. Impressum: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V., Neustädtische Kirchstraße 8, 10117 Berlin Tel: +49 30 4606015-0
Redaktion: Dr. Timm Kehler (V.i.S.d.P.), Charlie Grüneberg, Selina Stolzenbach
| |
| |
| |